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Peter Sigmayr, der Tharerwirt von Olang
Ein Tiroler Freiheitsheld

„Kurz war sein Leben, einfach die Rolle die er im Befreiungskampf gespielt hatte, aber sein Tod, den er mutig ertrug, hat einen unverwelklichen Ruhmeskranz um seine Stirn gewunden. Er hat ein leuchtendes Beispiel der Kindesliebe gegeben.“ (A. Sparber)

Peter Sigmayr wurde am 5. Februar 1775 in Mitterolang beim Tharerwirt geboren.

1805 war ein Schicksalsjahr für das Land Tirol. Im Zuge der napoleonischen Kriege wurde Tirol in diesem Jahr zum mit Frankreich verbündeten Bayern geschlagen.
1807 gliederte Bayern Tirol in das absolutistische System ein. Viele Maßnahmen, wie etwa das Verbot des Namens Tirol, die kirchenfeindlichen Reformen und die Zwangs-rekrutierungen verletzten die Tiroler zutiefst. Dies führte zum Tiroler Aufstand und zu den Befreiungskämpfen 1809. Drei Schlachten am Berg Isel bei Innsbruck konnten siegreich beendet werden, die vierte, im Spätherbst 1809, brachte eine schwere Niederlage für die Tiroler Truppen und besiegelte deren Aufstand.

Im Jahr 1809 wurde Peter Sigmayr zum Leutnant der Olanger Schützen gewählt. Die Olanger Schützen und Landstürmer hatten den Befehl die Grenzen gegen Italien am Kreuzberg und in Ampezzo gegen herannahende feindliche Truppen zu verteidigen. Eine Kompanie aus Olang, deren Kommandant mit großer Wahrscheinlichkeit Peter Sigmayr war, zog nach Cortina. Nach der empfindlichen Niederlage 1809, begann die Jagd der Franzosen nach den Anführern der Aufständischen. So erschienen am 21. Dezember 1809 beim Tharerwirt eine Abteilung Soldaten, um Peter Sigmayr zu holen. Dieser war schon geflüchtet und hielt sich auf dem Rindlerhof in Geiselsberg, der seinem Vater gehörte, verborgen. Der Kommandant ließ den alten Vater verhaften und erklärte, dass dieser  erschossen werde, falls der Sohn sich nicht binnen drei Tagen stelle. Als Peter davon erfuhr, beschloss er sofort sich zu stellen.

Gedenkstelle von Peter Sigmayr in Olang

“Der Tharerwirt von Olang”

Am 14. Januar 1810 wurde Peter Sigmayr in Olang erschossen.

Nach dem Tode von Peter Sigmayr wurde seine Schwester Agnes, verheiratet mit Johann Steurer, Tharerwirtin – seine drei Brüder waren bereits im Kindesalter verstorben.

Am 17. Juli 1910, zur Hundertjahrfeier, wurde auf dem Dorfplatz von Mitterolang ein Denkmal zur Ehre von Peter Sigmayr errichtet, welches bis heute an das kurze, aber ebenso heldenhafte Leben des jungen Tharerwirts erinnert.


Peter Sigmayr gilt bis zum heutigen Tag im Land Tirol als der Held der Elternliebe.

Gedenktafel in der Gedenkkapelle

Der Tharerwirt von Olang, das war ein braver Sohn, ihn suchten die Franzosen, er ist zu Berg gefloh'n. Da lassen sie verkünden: stellt der Rebell sich nicht so führen wir den Alten für ihn zum Blutgericht. Der Tharerwirt von Olang, kommt schnell herab in's Tal: "Gebt mir den alten Vater, nehmt mich Herr General!" Der Vater ruft in Banden: "Was lieferst du dich aus? Es weint um dich voll Liebe, dein junges Weib zuhaus."
Man führt den Sohn zum Tode, nur einer steht ihm bei, sie binden ihm die Augen und zielen, eins, zwei, drei! Behüt dich Gott, mein Vater, mein Weib, so lebe wohl! Die Eltern soll'n wir ehren! das gilt im Land Tirol."

Sie haben ihn erschossen, er liegt in seinem Blut und alles Volk im Tale, preist seinen Heldenmut. Im Land Tirol noch heute, singt es der Almenhirt, das Lied der Kindesliebe: Das Lied vom Tharerwirt.

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